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Leistungsspektrum | Ambulanter und medizinischer Service Zentrum
für Schlafmedizin

Zentrum für Schlafmedizin

Ärztliche Leitung

Abbildung Dr. Helmut Debes

Dr. Helmut Debes
Leiter des Zentrums für Schlafmedizin
Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Epileptiologie, Somnologie

Priv. Doz. Dr. Vincent Ries

Priv.-Doz. Dr. Vincent Ries
Chefarzt
Facharzt für Neurologie, Intensivmedizin, Geriatrie

Einschlafstörung, Durchschlafstörung, Schnarchen, Atemaussetzer im Schlaf: alles Probleme, die im Zentrum für Schlafmedizin weiterführend untersucht und behandelt werden können.

Das Zentrum für Schlafmedizin trägt das Qualitätssiegel der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin. Damit zählt es zu den anerkannten Zentren für Schlafmedizin in der Bundesrepublik Deutschland.

Bei der Planung der Untersuchungen und Behandlungen versuchen wir schon vor der Aufnahme zu entscheiden, ob Sie eher zu der Gruppe der Patienten mit Ein- und Durchschlafstörungen (Insomnie, Schlaflosigkeit) oder zu der Gruppe mit Atemproblemen im Schlaf (Schlafapnoe, Schnarchen) gehören. Für beide Gruppen haben wir unterschiedliche Behandlungspfade (Insomnie und nächtliche Atemstörung), bei denen sich die Untersuchungen und der Behandlungsablauf unterscheiden.

Seltenere Probleme, die wir im Zentrum für Schlafmedizin untersuchen, sind Schlafstörungen durch unruhige Beine (Restless-Legs-Syndrom), Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus, Tagesschläfrigkeit mit erhöhter Einschlafneigung (Hypersomnie, Narkolepsie) oder Verhaltensauffälligkeiten im Schlaf (Parasomnie).

Für die ambulante und für die vorstationäre Behandlung benötigen wir stets einen Einweisungsschein, Diesen stellt Ihnen der Haus- oder Facharzt aus.

Schlafbezogene Atemstörungen (Schnarchen, Schlafapnoe, Upper-Airway-Resistance-Syndrom)

Wenn Ihnen berichtet wird, dass Sie stark schnarchen oder Angehörige erzählen, Sie würden im Schlaf unruhig atmen oder Atemaussetzer haben, muss vor der stationären Aufnahme (Stufendiagnostik) bei einem niedergelassenen HNO-Arzt, Lungenfacharzt, Internisten oder Neurologen eine Voruntersuchung mit einer nächtlichen Ableitung der Atmung, der Sauerstoffsättigung und des EKG erfolgen. Abhängig vom Ergebnis dieser Untersuchung wird dann über den Behandlungsweg (ambulant oder stationär) entschieden (Schlafpositionstraining, Gewichtsabnahme, HNO-ärztliche Operation, Anfertigung einer Unterkieferprotraktionsschiene).

Eine weiterführende Polysomnographie ist meist dann erforderlich, wenn die ambulanten Untersuchungen kein sicheres Ergebnis zeigen oder ein so schwerer Befund vorliegt, dass Ihnen eine Behandlung mit einer nächtlichen Atemhilfe (CPAP-Therapie, BiPAP-Therapie, transnasale Insufflation) empfohlen wird.

In diesem Fall folgen Sie dem Behandlungspfad Schlafbezogene Atmungsstörung. Hierbei sind meistens zwei Polysomnographie kontrollierte Untersuchungsnächte (eine Diagnostik- sowie eine Therapienacht) erforderlich.

Schlaflosigkeit (Ein- oder Durchschlafstörung, Insomnie)

Leiden Sie an Schlaflosigkeit mit verminderter Leistungsfähigkeit am Tage, aber ohne erhöhte Einschlafneigung werden Sie eher dem Behandlungspfad Insomnie folgen.

Liegen außer der Schlafbezogenen Atmungsstörung keine besonderen Erkrankungen vor (Angststörungen, Depression, Gehbehinderung, neurologische Erkrankungen, schwere Lungenerkrankungen), ist zur Durchführung der Polysomnographien ein Überweisungsschein von Ihrem für die Stufendiagnostik ermächtigten Facharzt erforderlich.
Nur bei schweren Krankheitsbildern (Pulmonologie, Neurologie, Psychiatrie) oder bei Notwendigkeit einer Beatmung erfolgen die Polysomnographien stationär mit einem Einweisungsschein (kann auch vom Hausarzt ausgestellt werden).

Neben der persönlichen Anleitung und Betreuung ist die Maske das wichtigste Glied um Therapie mit Atemunterstützung zum Erfolg zu führen. Immer wieder sind wir damit konfrontiert, dass dringend erforderliche Therapien wegen schlechten Maskensitzes scheitern. Wenn die Bemühungen der für die Ausgabe und Anpassung der Masken verantwortlichen Firmen erfolglos bleiben, finden wir in unserer Masken-Sprechstunde oft doch noch ein passendes Modell.

Nach Anmeldung mit der Beschwerde Ein- oder Durchschlafstörung (Insomnie) erfolgt eine vorstationäre Untersuchung mit einem Gespräch mit unserer Psychologin.

Die etwa einstündige Insomnieberatung umfasst eine ausführliche schlafbezogene Anamnese. Sie füllen einige Fragebögen zur weiteren Diagnostik aus und machen einen Vigilanztest zur Messung der Aufmerksamkeit und Einschlafneigung. Erste Behandlungsschritte der Ein- und Durchschlafstörungen werden eingeleitet, neben möglichen Verhaltensänderungen wird eine notwendige medikamentöse Therapie vorgeschlagen. Sie führen ein Schlafprotokoll bis zu einem weiteren vorstationären Beratungstermin, der innerhalb von zwei bis drei Wochen liegt. Eine stationäre Aufnahme zur Polysomnographie (wird bei Anmeldung terminiert, umfasst drei Tage und zwei Nächte) dient dem Ausschluss einer schlafbezogenen Atem- oder Bewegungsstörung, der Feststellung des Ausmaßes der Schlafstörung und der Analyse der Schlafarchitektur und der Schlafwahrnehmung. Danach wird über die weiterführende Behandlung entschieden. Bei Indikation können Sie an einem ambulanten verhaltenstherapeutischen Schlaftraining im Zentrum für Schlafmedizin teilnehmen.

Wegen sehr großer Nachfrage bestehen – wie in der Schlafmedizin fast überall in Deutschland – auch bei uns mehrmonatige Wartezeiten. Um dringende Erkrankungen rechtzeitig zu erkennen, vereinbaren wir möglichst bald nach der Anmeldung durch den Facharzt einen ersten vorstationären Termin, bei dem schon eine Anamnese-Erhebung, eine ärztliche Untersuchung, eine Überprüfung der Lungenfunktion, ein Elektrokardiogramm, Blutgasbestimmung und ein Vigilanz-Test erfolgen. Hier wird entschieden, ob eine vorgezogene Aufnahme wegen Gefährdung im Beruf oder durch zusätzliche Erkrankungen erforderlich ist, und ob eine Kontrolle der Diagnostik erfolgen muss oder schon die erste Polysomnographie genutzt werden kann, um die erforderliche Therapie einzuleiten.
Bei einer Schlafableitung (diagnostische Polysomnographie) werden Hirnströme (EEG), Augenbewegungen und Muskelanspannung gemessen, um zu erkennen ob und wie gut oder schlecht Sie schlafen.

Weiter registrieren wir Atemfluss, Brust-und Bauchbewegungen, Sauerstoffsättigung, Elektrokardiogramm und Körperlage zu Überprüfung der nächtlichen Atmung. Auch Bein-und Körperbewegungen werden registriert und mit einer Kamera aufgenommen.
Bei der Entscheidung zur Einleitung einer nächtlichen Atemhilfe mit einem CPAP-oder BiPAP Gerät erfolgt am Nachmittag ein Maskenanpassung und eine erste Geräteeinweisung sowie eine Erprobung der Behandlung im Wachen.

Zur Einstellung der erforderlichen Therapie ist eine zweite Polysomnographie (Therapienacht), erneut mit vollständiger Aufzeichnung aller wichtigen biologischen Signale erforderlich.

Wir lassen Sie mit der neu eingeleiteten Therapie nicht allein, sondern legen bereits bei der Entlassung einen ambulanten Kontrolltermin nach drei bis zehn Tagen fest. Zu diesem Termin kommen Sie mit Ihrem Gerät und Ihrer Maske noch einmal zu uns. Die von uns verordneten Geräte erlauben nicht nur eine Kontrolle der Nutzungszeiten, sondern geben auch Rückmeldung über den Erfolg der Behandlung sowie über möglicherweise noch weiter bestehende Atmungs- oder Schlafstörungen.

Um Schnarchen und nächtliche Atempausen zu behandeln, ist die Verordnung von Atemhilfegeräten (CPAP automatisches CPAP, BiPAP) und für die Luftzuführung erforderlicher Masken ein wichtiger Teil unserer Arbeit.

Die Kosten für diese Therapien werden in der Regel von Ihrer Krankenkasse vollständig übernommen. Das erforderliche Material erhalten Sie nach Verordnung durch die Klinik in einem AtemCenter. Aufgrund des Konsignationsverbotes es unabhängig und vom Zentrum für Schlafmedizin auch räumlich getrennt. Im AtemCenter erfolgt die erste Maskenanpassung und später die Ausgabe und Erklärung der für die häusliche Behandlung notwendigen Geräte. Sollte zusätzlicher Sauerstoff verordnet werden, wird dieser ebenfalls von Firmen geliefert.

Seit 15 Jahren existiert Offenburg unter der Leitung von Paul Roth die Selbsthilfegruppe Schlafapnoe Offenburg. Die Mitglieder haben es sich zum Ziel gemacht, Betroffene zu unterstützen, bei der erforderlichen Therapie zu helfen und zu motivieren. Regelmäßig alle zwei Monate finden Treffen statt, bei denen oft Vorträge auf neue Entwicklungen hinweisen. Stets besteht auch Gelegenheit, sich von Fachpersonal bezüglich Masken und Geräten beraten zu lassen.

Da die Gruppe für viele Betroffene eine starke Unterstützung darstellt, ist es auch ein wichtiges Anliegen des Zentrums für Schlafmedizin, der Gruppe und ihren Mitgliedern mit Rat und Tat beizustehen.

Sekretariat

Irina Göbel
Renate Schweikert

Tel. 0781 472-2723
Fax 0781 472-2742
E-Mail: schlafmedizin(at)og.ortenau-klinikum.de

Sprechzeiten

Maskensprechstunde, Atemzentrum, Insomnieberatung

Terminvereinbarung über das Sekretariat, erreichbar:
Mo–Fr 9–13 Uhr, 14–17 Uhr