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Mannschaftsarzt Dr. Christian Haefele beim WM-Qualifikationsturnier viel beschäftigt

Torhüter der Nationalmannschaft der Cerebral-Paretiker erleidet gleich im ersten Spiel einen Handbruch

Das Nationalteam der Cerebral-Paretiker mit Mannschaftsarzt Dr. Christian Haefele (hintere Reihe, ganz rechts) und Trainer Thomas Pfannkuch (hintere Reihe, ganz links). Foto: ©privat

Offenburg, 19. August 2016 - Alle Hände voll zu tun hatte Dr. Christian Haefele als Mannschaftsarzt der deutschen Nationalmannschaft der Cerebral-Paretiker (CP) bei einem zweiwöchigen Qualifikationsturnier für die im nächsten Jahr in Argentinien stattfindenden Weltmeisterschaften im dänischen Vejen. Neben der Behandlung von Abschürfungen, Prellungen und Blutergüssen im Muskelbereich sowie einer Mandelentzündung musste der Facharzt für Innere Medizin am Ortenau Klinikum Offenburg-Gengenbach gleich in der ersten Begegnung gegen den Iran einen Handbruch des Torhüters notversorgen. Der frühe Ausfall des Stammkeepers war dann auch ein Grund dafür, dass das erst vor zwei Jahren gegründete Nationalteam in mehreren der insgesamt sechs Spiele innerhalb von zehn Tagen nur zu einem Unentschieden kam oder knapp unterlag. In der Endabrechnung reichte es daher nur zu Platz zehn unter den 13 teilnehmenden Nationen. Mit einem achten Rang hätten die vom ehemaligen Bundesligaprofi Thomas Pfannkuch trainierten CP-Fußballer das Ticket für Argentinien gelöst. „In der Regel war ich jeden Tag bis 23 Uhr beschäftigt, um die Spieler für den nächsten Tag wieder fit zu bekommen“, so Haefele. „In den letzten vier Tagen hatten wir vier Spiele. Das geht schon an die Substanz.“
Das WM-Qualifikationsturnier war nach der EM 2015 in Portugal die zweite Teilnahme an einem internationalen Turnier der 2013 gegründeten CP-Nationalmannschaft.

Cerebralparese bezeichnet Bewegungsstörungen aufgrund einer meist frühkindlichen Hirnschädigung oder als Folge eines Unfalls (Schädelhirntrauma) mit Auswirkung auf die Motorik. Die Behinderung betrifft nur Teile oder den ganzen Körper. Daher werden die Spieler für den offiziellen Spielbetrieb nach Art und Ausprägung der Behinderung „klassifiziert“. Bei einem Spiel muss jeweils eine festgelegte Anzahl an Spielern aus den vier Klassifikations-Kategorien eingesetzt werden.