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Brasilianische Augenärzte besuchen Augenklinik in Offenburg

Klinik hat Vorreiterrolle mit spezieller Operationstechnik bei Hornhaut-Erkrankungen

Privatdozent Dr. Konrad Hille (3. v. l.) mit der Gruppe brasilianischer Augenärzte in der Augenklinik des Ortenau Klinikums in Offenburg, Standort St. Josefsklinik. © Ortenau Klinikum

Offenburg, 4. November 2016 – Eine Gruppe von Augenärzten aus Brasilien besuchte kürzlich die Augenklinik am Ortenau Klinikum in Offenburg, um sich über innovative Operationsverfahren bei Augenerkrankungen zu informieren. Die ausländischen Gäste interessierten sich vor allem für die von Privatdozent Dr. Konrad Hille, Chefarzt der Augenklinik am Ortenau Klinikum in Offenburg, praktizierte, sogenannte Keratoprothese.

„Während ihres Aufenthalts konnten wir den ausländischen Kollegen vier Patienten mit Keratoprothese vorstellen“, berichtet Privatdozent Dr. Konrad Hille. Anschießend erläuterte der Chefarzt das Verfahren in einem wissenschaftlichen Fachvortrag. Bei der Keratoprothese handelt es sich um einen operativen Eingriff bei Patienten, die an einer Erkrankung der Hornhaut erblindet sind und aus verschiedenen Gründen nicht durch eine Hornhautverpflanzung behandelt werden können. Dabei kann beispielsweise mittels der eigenen Zahnwurzel und dem Kieferknochen des Patienten ein optischer Zylinder dauerhaft in der eingetrübten Hornhaut fixiert werden, so dass die Patienten, die oft viele Jahre blind gewesen sind, durch diesen Zylinder wieder sehen können.

In Deutschland wurden diese Eingriffe bis vor kurzem ausschließlich in Offenburg durch Chefarzt Dr. Hille durchgeführt, der kürzlich seinen hundertsten Eingriff dieser Art vorgenommen hat. Vor wenigen Jahren konnte mit seiner Hilfe diese Technik auch an der Universitäts-Augenklinik in Düsseldorf etabliert werden.

Der Besuch der brasilianischen Augenärzte geht auf ein Austauschprogramm zwischen der Universität Tübingen und der Universidate Federal Fluminense in Brasilien zurück.