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Fachkliniken | Offenburg Ebertplatz Allgemeinchirurgie, Viszeralchirurgie und Gefäßchirurgie Bauchspeicheldrüsenkrebs
(Pankreaskarzinom)

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Pankreas-Karzinom (Bauchspeicheldrüsenkrebs)

An Bauchspeicheldrüsenkrebs erkranken in Deutschland jährlich elf bis 15 Prozent von 100.000 Einwohnern. Dieses bedeutet für den Ortenaukreis jährlich ca. 60 bis 70 Neuerkrankungen.

Die Bauchspeicheldrüse selbst produziert Verdauungssäfte sowie verschiedene Hormone. So wird auch das Insulin in der Bauchspeicheldrüse produziert, welche für den Zuckerstoffwechsel eine wichtige Funktion hat.

Welche Symptome weisen die Patienten auf?

Die meisten Symptome treten bei dem Patienten erst im Spätstadium der Erkrankung auf. Die meisten Karzinome entwickeln sich im Bauchspeicheldrüsenkopf. Hier verläuft auch der Gallengang, sodass, wenn der Tumor groß genug ist, der Gallengang komprimiert wird und es damit zu einem Ikterus (Gelbsucht) kommen kann. Wächst der Tumor Richtung Wirbelsäule, so kann es zu Rückenschmerzen kommen. Ansonsten sind die Beschwerden eher uncharakteristisch mit Fieber, Nachtschweiß, Abgeschlagenheit, Gewichtsverlust.

Welche Untersuchungen sind beim Patienten angezeigt?

Bei unklarer Gelbsucht sind bei Patienten eine Computertomographie des gesamten Bauchraumes sowie eine Spiegelung des Magen- und Zwölffingerdarms durchzuführen.

Wie sollte ein Patient mit Bauchspeicheldrüsenkrebs behandelt werden?

Der Patient sollte auf jeden Fall einem Pankreas-Chirurgen vorgestellt werden.

Die modernen bildgebenden Verfahren sind heute so präzise, dass relativ genau abgeschätzt werden kann, ob Tochtergeschwülste vorhanden sind bzw. wie ausgedehnt der Befund ist. Wenn die Chance besteht, den Tumor durch eine OP komplett entfernen zu können, so sollte eine OP erfolgen. Hierbei wird die Operabilität geprüft und der gesamte Tumor mit Bauchspeicheldrüsenkopf, Zwölffingerdarm und Gallenblase entfernt.

Ist eine komplette Entfernung des Tumors nicht mehr möglich, der Patient hat aber eine Ikterus (Gelbsucht), so kann bei dieser OP durch eine Verbindung zwischen Gallengang und einer Darmschlinge die Gelbsucht behoben werden.

Wenn gleichzeitig, bedingt durch den Tumor, auch noch ein Verschluss des Zwölffingerdarms vorliegt, so kann auch eine Umleitung zwischen Magen und Dünndarm erfolgen, sodass der Patient weiter Speisen zu sich nehmen kann.

Wichtig ist jedoch, dass anhand der Bildgebung nicht zu früh aufgegeben wird, sondern der Patient auf jeden Fall einem erfahrenen Pankreas-Chirurgen vorgestellt wird.

Nach endgültiger feingeweblicher Untersuchung des Präparates wird der Patient nochmals in der Tumorkonferenz besprochen. Hier sind alle Experten versammelt, welche sich mit dem Bauchspeicheldrüsenkrebs auseinander setzen. Bei fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs erfolgt nach der OP nochmals eine Chemotherapie.

Wichtige Informationen für den Patienten und häufig gestellte Fragen

Kann ich ohne Teile der Bauchspeicheldrüse überhaupt leben und entwickle ich einen Blutzucker?
Nach Teilentfernung der Bauchspeicheldrüse kommt es selten zu einem schweren Diabetes mellitus, welcher eine Insulingabe erforderlich macht. Da bei den neueren OP-Verfahren der Magen komplett erhalten bleibt, kann der Patient nach Entlassung aus dem Krankenhaus meist wieder alle Speisen zu sich nehmen.

Gibt es Alternativen zur OP?
Zum momentanen Zeitpunkt gibt es keine Alternative zur OP. Nur fortgeschrittene, inoperable Befunde werden chemotherapiert.

Hier geht es zur Webseite des Pakreaskarzinomzentrums Lahr

Kooperationen

Das Onkologische Zentrum Ortenau

Die Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie Offenburg Ebertplatz ist Behandlungspartner des Onkologischen Zentrums Ortenau