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OG St. Josefsklinik: 0781 472-0

Fachkliniken | Gengenbach Anästhesiologie und
Intensivmedizin

Anästhesiologie und Intensivmedizin

Die Klinik erbringt sämtliche stationären und ambulanten Anästhesieleistungen für operative Fachdisziplinen sowie für die bei uns ambulant operierenden niedergelassenen Ärzte. Die Narkose- und Monitoringgeräte zählen zu den modernsten ihrer Art. Drei Intensivüberwachungsbetten mit zentralem Patientenmonitoring und Beatmungsmöglichkeit sowie fünf Überwachungsplätze im Aufwachraum werden vom Anästhesieteam mitbetreut.

Zu den weiteren Aufgaben gehört auch die anästhesiologische Versorgung des Ortenau Klinikums Wolfach mit den Hauptabteilungen Allgemeinchirurgie, Handchirurgie, Unfallchirurgie und der Belegabteilung Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde.

Unser Leistungsspektrum

  • Prämedikationsambulanz
  • Lokal-, Regional- und Allgemeinanästhesie
  • Fremdblutsparende Maßnahmen
  • Postoperative Schmerztherapie
  • Ambulante Schmerztherapie
  • Stationäre Schmerztherapie in Zusammenarbeit mit der Orthopädischen Klinik und der Medizinischen Klinik Gengenbach (Rheumatologie)
  • Operative Intensivmedizin
  • Anästhesiepflege

Weiterführende Informationen

Die Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin ist derzeit mit neun Fachärzten besetzt, die über langjährige Erfahrungen in allen modernen Anästhesieverfahren verfügen.

Die Anästhesisten sorgen dafür, dass operative, therapeutische und diagnostische Eingriffe schmerzfrei und stressarm durchgeführt werden und sind für die Aufrechterhaltung aller lebenswichtigen Körperfunktionen während des Eingriffs und danach verantwortlich.

Durch die Einführung neuer, nebenwirkungsarmer Medikamente und Verfahren sind die Narkosen heute wesentlich sicherer und verträglicher. Dies betrifft insbesondere die früher nach Narkosen sehr häufig aufgetretene Übelkeit mit Erbrechen – heute sind Patienten im Allgemeinen nach der Operation schneller wieder fit. Auch sogenannte Hochrisikopatienten können so mit größtmöglicher Sicherheit versorgt werden.

Es kommen alle gängigen Verfahren der Regionalanästhesie und der Allgemeinanästhesie zur Anwendung:

  • total intravenöse Anästhesie (TIVA)
  • Anästhesie mit volatilen Anästhetika (Narkosegasen)
  • Kombinationsanästhesie (Allgemeinanästhesie und Regionalanästhesie, auch in Kathetertechnik)
  • Sonographiegesteuerte Regionalanästhesiverfahren
  • Spinalanästhesie
  • Thorakale Peridualanästhesie

Im Anschluss an eine Narkose erfolgt zunächst immer eine Verlegung in den Aufwachraum. Hier wird der Patient für weitere ein bis zwei Stunden überwacht und, soweit erforderlich, mit Schmerzmitteln versorgt. Die Verlegung auf die Allgemeinstation erfolgt dann, wenn sämtliche wichtigen Körperfunktionen stabil sind und der Patient weitgehend schmerzfrei ist.

Narkosegespräch

Das Gespräch zwischen Patient und Narkosearzt findet in der Regel am Tag vor der geplanten Operation statt. Hier wird gemeinsam mit dem Patienten das Narkoseverfahren vor der Operation festgelegt. In diesem Gespräch wird der Ablauf im Detail erklärt und auch auf mögliche Risiken und Nebenwirkungen der Narkose hingewiesen.

Darüber hinaus wird auch festgelegt, welches Verfahren zur Schmerzbehandlung nach der Operation eingesetzt wird (PCA, Schmerztropf, Schmerzkatheter).

Postoperative Schmerztherapie

Viele Patienten verbinden eine bevorstehende Operation gedanklich noch immer mit starken Schmerzen. Glücklicherweise ist diese Sorge heute unbegründet, da uns mehrere, sehr wirksame Methoden zur Schmerzbehandlung nach Operationen zur Verfügung stehen. Welches Verfahren zur Anwendung kommt, wird mit dem Patienten beim Narkosegespräch besprochen.

Die Schmerztherapie nach Operationen erfolgt im Ortenau Klinikum in Gengenbach nach einem Stufenkonzept, welches als Standard für das ganze Haus verbindlich festgelegt ist. Im Mittelpunkt dieses Stufenkonzeptes steht dabei die sogenannte patientenkontrollierte Analgesie (Schmerzlinderung), welche nach solchen Operationen zur Anwendung kommt, bei denen erfahrungsgemäß mit stärkeren Schmerzen zu rechnen ist. Bei diesem Verfahren kann der Patient sich selbst ein stark wirksames Schmerzmittel zuführen, indem er eine Medikamentenpumpe über einen Handschalter auslöst. Somit ist jeder Patient in der Lage, sich unabhängig von einer Pflegekraft die für ihn optimale Schmerzmittelmenge zuzuführen, indem er die Pumpe mehr oder weniger häufig auslöst. Dies gewährleistet eine hoch wirksame und sichere Schmerzbehandlung, bei der sowohl eine Überdosierung als auch eine Unterdosierung von Schmerzmitteln verhindert wird.

Ambulante Schmerztherapie

Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Orthopädischen Klinik unter Chefarzt Dr. Bruno Schweigert und mit dem internistischen Rheumatologen Dr. Arnd Becker (Oberarzt in der Allgemeinen Inneren Medizin, Altersmedizin, Endokrinologie, Rheumatologie Gengenbach).

Gesetzlich versicherte Patienten können im vorstationären Rahmen behandelt werden. Patienten mit einer privaten Krankenversicherung können sich direkt vorstellen, bei BG-Patienten ist eine Überweisung eines entsprechend zugelassenen Arztes erforderlich.

Versorgungsschwerpunkte

  • CRPS (komplexes regionales Schmerzsyndrom, Morbus Sudeck)
  • Schulter-Arm-Syndrom
  • unklare Schmerzzustände nach Operationen (z.B. nach Leistenbruchoperationen, nach Operationen an den Extremitäten)
  • Kopf- und Gesichtsschmerzen (z.B. Migräne, Spannungskopfschmerzen, Trigeminusneuralgie, Herpes Zoster im Gesicht)
  • Phantomschmerzen
  • Einleitung bzw. Anpassung einer Schmerzbehandlung bei Tumorerkrankungen (u.a. mit stark wirksamen Opioiden (Morphin) und weiteren Begleitmedikamenten)

Schmerztherapeutische Verfahren und Angebote

  • interdisziplinäre Diagnostik bei chronischen Schmerzerkrankungen
  • Sympathikusblockaden
  • Nervenblockaden
  • Akupunktur
  • therapeutische Lokalanästhesie, Triggerpunkttherapie
  • TENS (transcutane elektrische Nervenstimmulation)
  • Medikamentöse Schmerztherapie nach dem WHO-Stufenschema
  • Im Bedarfsfall Einleitung einer stationären Schmerztherapie (je nach Krankheitsbild in der  Stadtklinik Gengenbach oder in einer geeigneten Schmerzklinik bzw. Rehabilitationsklinik)
  • Beratung und Hilfe bei sozialen und beruflichen Auswirkungen der chronischen Schmerzerkrankung durch Sozialarbeiter

Stationäre Schmerztherapie

Die stationäre Behandlung von Schmerzpatienten im Ortenau Klinikum in Gengenbach erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Orthopädischen Klinik und der internistischen Rheumatologie.
Bei folgenden Erkrankungen kann beispielsweise eine stationäre Schmerztherapie sinnvoll sein:

  • Akutintervention bei ambulant nicht mehr beherrschbaren Schmerzen bei degenerativen Erkrankungen am Bewegungsapparat (z.B. fortgeschrittene Osteoporose).
  • Nach Durchführung einer interdisziplinären Diagnostik, welche auch psychosomatische Faktoren berücksichtigt, erfolgt die Einleitung geeigneter Therapiemaßnahmen.
  • Welche Art der Behandlung für den einzelnen Patienten in Frage kommt, wird gemeinsam mit Orthopäden, Schmerztherapeuten, Rheumatologen, Psychosomatik und Physiotherapeuten festgelegt und mit dem Patienten besprochen.
  • Im Bedarfsfall wird eine Weiterbehandlung in einer spezialisierten Schmerzklinik oder Rehabilitationsklinik empfohlen und ggf. in die Wege geleitet.
  • Eine rheumatologische Komplextherapie erfolgt auf der internistischen Station.
  • Patienten mit CRPS (komplexes regionales Schmerzsyndrom), auch Morbus Sudeck genannt.
  • Bei schweren Verlaufsfällen erfolgt eine Kombination aus einer medikamentösen Behandlung und einer kontinuierlichen Blockade der betreffenden Nervenbahnen durch einen dünnen Schmerzkatheter. Ergänzend können Injektionen an das vegetative Nervensystem (u.a. Stellatumblockade) hilfreich sein.
  • Einleitung einer Schmerztherapie mit stark wirksamen Opioiden (Morphin) und weiteren Begleitmedikamenten bei Patienten mit fortgeschrittenem Alter bzw. schwerwiegenden Begleiterkrankungen.
  • drei interdisziplinär geführte Intensivüberwachungsbetten
  • zentrales Monitoring aller lebenswichtigen Körperfunktionen
  • enge Kooperation mit dem Ortenau Klinikum in Offenburg
  • Pflege durch überwiegend intensivmedizinisch weitergebildete Pflegekräfte
  • Überwachung und Therapie von Patienten nach großen Operationen und von internistischen Patienten mit lebensbedrohlichen Erkrankungen (z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall)

Fremdblutsparende Maßnahmen

Bei großen Operationen (z.B. Hüft- oder Knieprothesen) kann es zu größeren Blutverlusten kommen, weshalb Bluttransfusionen erforderlich sein können. Eine Transfusion von Fremdblut ist heutzutage mit einer großen Sicherheit für den Patienten und einem extrem niedrigen Infektionsrisiko verbunden. Dennoch ist es unser Ziel, die Gabe von Fremdblutkonserven soweit wie möglich zu vermeiden. Folgende Methoden stehen uns dafür zur Verfügung:

Patient Blood Management

Dies ist ein multidisziplinäres, evidenzbasiertes Behandlungskonzept mit dem Ziel, das patienteneigene Blutvolumen weitgehend zu bewahren und zu optimieren.
Es beruht auf drei Säulen:
Erstens, der Optimierung des präoperativen Volumens der roten Blutkörperchen (z. B. durch Gabe von Eisenpräparaten), zweitens, der Minimierung des operativen Blutverlustes und drittens, der Ausschöpfung der individuellen, physiologischen Anämietoleranz bei strenger Indikationsstellung zur Bluttransfusion.

Wiederaufbereitung von Blut während der Operation: Cell-Saver

Das bei einer Operation verloren gegangene Blut wird mit Hilfe eines besonderen Verfahrens gesammelt, aufgearbeitet (gewaschen und gefiltert) und während der noch laufenden Operation wieder retransfundiert.

Ärztliche Leitung

Dr. Friedrich Afflerbach
Chefarzt
Facharzt für Anästhesiologie
Spezielle Anästhesiologische Intensivmedizin
Notfallmedizin, Leitender Notarzt

Sekretariat

Julia Huber
Tel. 07803 89-3801
Fax 07803 89-3802
E-Mail: anaesthesie.g(at)og.ortenau-klinikum.de

Sprechzeiten

Prämedikationsambulanz  
Schmerztherapie

Terminvereinbarung über das Sekretariat,
erreichbar:
Mo–Fr 8–16 Uhr