×

Gengenbach: 07803 89-0
OG Ebertplatz: 0781 472-0
OG St. Josefsklinik: 0781 472-0

Aktuelles und Termine | Aktuelle Mitteilungen und Veranstaltungstermine im Überblick | Archiv Archivierte Mitteilung

Spenden können Kinderschutz verbessern

Die Kinderschutzambulanz am Ortenau Klinikum benötigt finanzielle Unterstützung für die Anschaffung einer festinstallierten Videoanlage

Das Team der Kinderschutzambulanz: (v.l.n.r.) Diplom-Sozialpädagogin Judith Eberhard, Diplom-Psychologin Elke Jenne, Kinderärztin Dr. Ana Bela Alves-Kardel, Chefarzt Dr. Stefan Stuhrmann, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Eveline Viernickel und Teamassistentin Catherine Wörner.

Um Kinder und Jugendliche mit Missbrauchs-, Misshandlungs- oder Vernachlässigungserfahrung und Familien besser unterstützen und beraten zu können, ruft die Kinderschutzambulanz am Ortenau Klinikum in Offenburg zu einer Spendenaktion auf. Für einen zweiten Therapieraum benötigt die Einrichtung eine festinstallierte Ausstattung zur videogestützten Arbeit mit Familien und deren Kindern. Die Kinderschutzambulanz hat aufgrund des stetig steigenden Beratungsbedarfs erst kürzlich vom Ortenaukreis Geld für eine weitere Personalstelle bewilligt bekommen. Für die notwendige Video-Ausstattung der Räume fehlen der Kinderschutzambulanz jedoch weiterhin die notwendigen Mittel.

„Im Sinne des Kinderschutzes ist eine aussagekräftige Videoauswertung der Spielsituation jedoch unerlässlich. Vor allem bei traumatisierten Kindern und Jugendlichen sind es oftmals Bruchteile von Sekunden, in denen sie ihre Gefühle in Mimik oder Gestik zeigen“, so Dr. Stefan Stuhrmann, Ärztlicher Leiter der Kinderschutzambulanz und Chefarzt der Kinderklinik am Ortenau Klinikum in Offenburg. Gerade im präventiven Bereich wie der Baby-Sprechzeit, als auch bei der Abklärungsarbeit im Kinderschutz sei die videogestützte Arbeit mit den betroffenen Kindern und ihren Familien eine unabdingbare Grundlage.

Eine festinstallierte Anlage zur videogestützten Arbeit mit den Familien beinhaltet spezielle Kameras, Rechner und eine Auswertungssoftware. Für die Anschaffung benötigt die Kinderschutzambulanz für ihren zweiten Therapieraum noch einen Betrag von rund 15.000 Euro. „Da wir diese Ausstattung für unsere Kinderschutzarbeit dringend benötigen und die Finanzierung auch in den kommenden Jahren weder vom Kreis noch von der Klinik übernommen werden kann, sprechen wir nun erneut gezielt Unternehmen, Institutionen und alle Menschen in der Ortenau an, die unsere Arbeit für Kinderschutz und Gewaltprävention unterstützen möchten“, betont Dr. Stefan Stuhrmann.

Die Kinderschutzambulanz wurde 2009 mit Unterstützung des Ortenaukreises gegründet und als Schnittstelle zwischen Gesundheitswesen und Jugendhilfe an das Ortenau Klinikum angebunden. Sie soll im Bereich der Gewaltprävention und des Kinderschutzes eine gute Versorgung der Kinder und deren Familien gewährleisten. Das Team der Kinderschutzambulanz besteht aus einer Kinderärztin, zweier Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin und einer Sozialpädagogin sowie dem Ärztlichen Leiter.

Die Einrichtung bietet Familien Abklärungen bei vermutetem sexuellen Missbrauch, Misshandlung oder Vernachlässigung von Kindern an. Mit dem präventiven Angebot der Baby-Sprechzeit soll eine Überforderung und in der Folge eine eventuelle Gefährdung von sogenannten Schreibabys (0-3 Jahre) erkannt und verhindert werden. Das Angebot ist für die Betroffenen kostenfrei und kann unabhängig von Einkommen und sozialem Status von allen Familien in Anspruch genommen werden. Die Kinderschutzambulanz ist die einzige Institution dieser Art in Südbaden und ist damit Vorbild für andere Regionen im Land.

Weitere Informationen zur Kinderschutzambulanz oder der Spendenaktion unter Telefon 0781 4720 oder per Mail: kinderschutzambulanz.og@ortenau-klinikum.de

Spendenkonto:

Spitalverein Offenburg e.V. – Förderkreis des Ortenau Klinikums Offenburg-Gengenbach
Sparkasse Offenburg/Ortenau
IBAN: DE24 6645 0050 0004 9138 45
BIC: SOLADES1OFG
Stichwort: Kinderschutzambulanz Kamerasystem