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Patientenfürsprache stellt sich vor

Mitteilung Offenburg-Gengenbach

Die Gesundheitsakademie Ortenau in Offenburg lädt zu einem Vortragsabend mit Detlef Schliffke, Vorsitzender des Bundesverbandes der Patientenfürsprecher in Krankenhäusern (BPiK), ein.

Offenburg,  21.  März 2016 – Die Rechte von Patientinnen und Patienten sind durch das 2013 in Kraft getretene Patientenrechtegesetz in den vergangenen Jahren bei der Gesundheitsversorgung in Krankenhäusern stark in den Fokus der Öffentlichkeit getreten. In manchen Bundesländern wie beispielsweise Nordrhein-Westfalen sind Krankenhäuser verpflichtet, ehrenamtliche Patientenfürsprecher oder andere unabhängige Beschwerdestellen für Patienten einzusetzen. Auf der Bundesebene hat sich im vergangenen Jahr der Bundesverband der Patientenfürsprecher in Krankenhäusern (BPiK) konstituiert. Und schließlich fand in diesem Jahr am 26. Januar erstmals bundesweit ein  „Tag des Patienten“ statt.

Auch das Ortenau Klinikum in Offenburg hat bereits 2013 eine unabhängige Patientenfürsprache eingeführt. Die Aufgabe wird von Ingrid Fuchs als ehrenamtliche Patientenfürsprecherin und Ansprechpartnerin für Selbsthilfegruppen wahrgenommen. Mit dem auf freiwilliger Basis eingeführten Angebot nimmt die Klinik eine Vorreiterrolle in Baden-Württemberg ein.

Am Dienstag, den 29. März widmet die Klinik dem Thema nun erstmals einen umfassenden Vortragsabend. Unter dem Titel „Patientenvorsprache stellt sich vor“ richtet sich die Veranstaltung  ab 18 Uhr im Ortenau Klinikum in Offenburg St. Josefsklinik  an Patienten, Angehörige und die interessierte Öffentlichkeit. Dabei stellen die ehrenamtliche Patientenfürsprecherin Ingrid Fuchs sowie Ingo Kempf von der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen im Landratsamt Ortenaukreis in jeweils einem kurzen Impulsvortrag ihre Arbeit vor. Als Hauptreferenten des Abends konnte die Klinik Detlef Schliffke gewinnen, der seit der Gründung den Vorsitz des Bundesverbandes der Patientenfürsprecher in Krankenhäusern führt. „Mit unserem Bundesverband der Patientenfürsprecher wollen wir den Austausch zwischen allen Patientenfürsprechern in Krankenhäusern fördern und den aktuellen Dialog über die Patientenrechte in der Öffentlichkeit intensivieren. Ziel ist es, die Patientenrechte und -souveränität an deutschen Krankenhäusern weiter zu erhöhen und damit langfristig letztlich auch die Qualität der Betreuung an Krankenhäusern zu verbessern“, so Schliffke.

Am Ortenau Klinikum in Offenburg wird die Patientenfürsprache inzwischen gut angenommen. Auch im Jahr 2015, in dem an der Offenburger Klinik wieder über 33.000 Patienten behandelt wurden, verzeichnet Ingrid Fuchs eine steigende Nachfrage an dem Angebot. Mit rund 1.000 Patientinnen und Patienten kam sie im vergangenen Jahr ins Gespräch, um sich deren Anliegen zu widmen. Dabei sind die Unterstützungsanfragen sehr vielfältig.

Als Ansprechpartnerin für persönliche und sachliche Angelegenheiten der Patienten unterstützt und berät sie Patienten bei eventuellen Problemen während des Krankenhausaufenthaltes und informiert auch über deren Rechte und Pflichten. „Ich verstehe mich als aufmerksame und vertrauensvolle Zuhörerin, um so Brücken zwischen Patientinnen und Patienten sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Klinik zu bauen“, berichtet Fuchs. Bei neu angekommenen Patienten müssten beispielsweise offene Fragen geklärt sowie häufig Ängste und Befürchtungen, die bei einem Klinikaufenthalt ganz selbstverständlich seien, ausgeräumt werden. Hier wirbt Ingrid Fuchs auf beiden Seiten, bei Patienten und Mitarbeitern, um Verständnis füreinander und hat so schon manches Missverständnis beseitigt und den Weg für ein besseres Miteinander während des verbleibenden Klinikaufenthalts geebnet.

Verwaltungsdirektor Mathias Halsinger sieht in der Patientenfürsprache eine wichtige Ergänzung zum Qualitätsmanagement, das sich zentral um Lob, Anregungen und Kritik von Patienten kümmert. Darüber hinaus biete die Patientenfürsprache bereits während des Aufenthalts in der Klinik schnelle, unbürokratische und vor allem persönliche Hilfe. „Unser Angebot der Patientenfürsprache ist damit eine wichtige Maßnahme zur Vertrauensbildung gegenüber unseren Patienten“, so Verwaltungsdirektor Mathias Halsinger.

„Eine Patientenfürsprecherin wie in unserem Haus ist ein großer Segen für Klinik und Patienten. Sie kann Patienten helfen, sich besser in der für sie fremden Situation im Krankenhaus zurechtzufinden. Auch mögliche Missverständnisse oder Kommunikationsschwierigkeiten können mit ihrer Hilfe bereits im Vorfeld aufgehoben werden“, betont auch Professor Dr. Jörg Laubenberger, Ärztlicher Direktor der Klinik. Alle drei Mitglieder der Klinikleitung, zu der auch Pflegedirektor Markus Bossong zählt, sind überzeugt, dass das Thema Patientenfürsprache in den kommenden Jahren bundesweit weiter an Bedeutung gewinnen wird.

Als besonderen Partner sieht die Klinik dabei auch die zahlreichen Selbsthilfegruppen in der Ortenau. Deshalb wird auch Ingo Kempf von der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen im Landratsamt Ortenaukreis seine Arbeit mit einem Impulsvortrag vorstellen. „Wir informieren Bürgerinnen und Bürger und klären über Selbsthilfe auf. Wir stellen bei Interesse auch den Kontakt zu bestehenden Selbsthilfegruppen her oder informieren über die Möglichkeiten professioneller Hilfestellung“, so Kempf.

Vortragsabend: „Patientenfürsprache stellt sich vor“. Dienstag, den 29. März 2016, 18 Uhr im Ortenau Klinikum in Offenburg St. Josefsklinik, Auditorium. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Spenden für den Spitalverein Offenburg sind willkommen.


Programm der Veranstaltung

Begrüßung und Moderation
Dieter W. Schleier, Leiter Zentrale Unternehmenskommunikation und Marketing Ortenau Klinikum

Impuls
Ingrid Fuchs, Patientenfürsprecherin und Ansprechpartnerin für Selbsthilfegruppen am Ortenau Klinikum Offenburg-Gengenbach

Ingo Kempf, Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen im Landratsamt Ortenaukreis

Referent
Detlef Schliffke, Vorsitzender des Bundesverbandes Patientenfürsprecher in Krankenhäusern e.V.

Fragen und Diskussion