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Ortsnahe Reha-Versorgung mit Qualitäts-Zertifikat

Vor genau 20 Jahren hat das Ortenau Klinikum in Offenburg ein Ambulantes Rehabilitationszentrum eingerichtet

Clemens Siebert, Therapeutischer Leiter des Ambulanten Rehazentrums mit einer Patientin

Offenburg,  24. Juni 2016 – Ob nach einer Gelenkersatzoperation, einer Unfall- oder Sportverletzung, bei Arthrosen oder Wirbelsäulenerkrankungen, in allen Fällen benötigen die Betroffenen eine professionelle Rehabilitation, um möglichst schnell wieder den Einstieg in den Alltag und das Berufsleben zu finden. Um diese Möglichkeit wohnortnah und in enger Verknüpfung mit niedergelassenen Ärzten sowie den eigenen medizinischen Fachkliniken zu schaffen, hat das Ortenau Klinikum in Offenburg im Juni 1996 ein Ambulantes Reha-Zentrum eingerichtet. „Mit dem Ambulanten Reha-Zentrum bietet unsere Klinik eine umfassendes Therapieangebot aus einer Hand, von der Diagnose bis zur Wiedereingliederung in Alltag und Beruf“, berichtet Dr. Stephan Naujoks, der gemeinsam mit Dr. Titus Schulz, beide Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie, die medizinische Leitung des Ambulanten Reha-Zentrums innehat.

Die seit Beginn am Standort Ebertplatz in Offenburg untergebrachte Einrichtung hat in den vergangenen Jahren ihr Leistungsspektrum ständig ausgebaut. Startete das Reha-Zentrum 1996 mit drei Physiotherapeuten, einem Diplomsportlehrer, einem Masseur und medizinischen Bademeister und einem Arzt, so stehen den Patienten heute zehn Physio-, zwei Ergotherapeuten, ein Diplomsportlehrer, sowie ein Masseur und medizinischer Bademeister zur Seite. Außerdem stehen eine Ernährungsberaterin und ein Psychologe zur Verfügung. Auch drei Sekretärinnen sind zum Team hinzugekommen.

„Die Stamm-Mannschaft, mit der wir vor 20 Jahren begonnen haben, ist immer noch vollzählig vorhanden. Und auch von denen, die im Verlauf der letzten Jahre zu uns gekommen sind, sind bis auf einen Mitarbeiter alle noch dabei“, so Siebert, der vom ersten Tag an die therapeutische Leitung des Ambulanten Reha-Zentrums innehat. „Das spricht dafür, dass sich Mitarbeiter und Patienten bei uns wohlfühlen.“ Abzulesen ist dieser Erfolg auch an den gestiegenen Zahlen behandelter Reha-Patienten. Sie hat sich in den vergangenen 20 Jahren nahezu verdreifacht.

„Zu uns kommen Menschen, die Probleme mit ihrem Stütz- und Bewegungsapparat haben, das heißt Erkrankungen der Knochen, Gelenke, Sehnen, Bänder und Muskeln“, berichtet Michael Tüncher, stellvertretender therapeutischer Leiter des Zentrums. Das seien insbesondere Patienten mit künstlichen Knie-, Hüft- und Schultergelenken, mit Wirbelsäulenerkrankungen, vor allem Bandscheibenvorfällen und mit Sportverletzungen. Darüber hinaus biete das Zentrum ein breites Therapiespektrum für Menschen etwa mit Knieproblemen und Knorpelschäden wie Meniskus- und Kreuzbandrissen an.

Um die Patienten wieder fit für ihren gewohnten Alltag zu machen, stehen im Ambulanten Reha-Zentrum eine Vielzahl an Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung: Krankengymnastik, Ergotherapie, medizinische Trainingstherapie mit speziellen Geräten zur Stärkung der Muskeln und zur Verbessrung der Koordination, Extensionstherapie für Wirbelsäulenpatienten, Wassergymnastik sowie Wärme-, Kälte- und Elektrotherapie. Dabei legt das Team großen Wert darauf, dass die Therapiekonzepte individuell und ganzheitlich sind. „Wir betreuen nicht nur eine Verletzung, sondern den Menschen als Ganzes“, so Siebert. „Dafür arbeiten wir eng mit den Abteilungen für Unfallchirurgie und Orthopädie im Ortenau Klinikum Offenburg-Gengenbach zusammen und sind zudem mit niedergelassenen Ärzten aus dem ganzen Ortenaukreis vernetzt.“

Die Grundbehandlung in der Reha sei seit 1996 um einige Therapiemodule erweitert worden, so Siebert. Dadurch falle die Therapie-Kombination heute wesentlich intensiver und umfangreicher aus. Wurden die Patienten früher zwei bis drei Sunden am Tag in der Einrichtung behandelt, so sind es heute rund vier bis fünf Stunden pro Tageseinheit. Im Laufe der Jahre kamen zum Angebot zudem Vorträge durch Ärzte und Psychologen etwa zum Thema Stressmanagement oder Schmerztherapie sowie die Ernährungsberatung als Einzeltherapie oder in Vorträgen hinzu. Außerdem könnten die Patienten heute einen Fahrdienst in Anspruch nehmen und erhalten im Reha-Zentrum auch ein Mittagessen.

Besonders stolz ist die Einrichtung auf das vor rund zwei Jahren erhaltene QReha plus -Zertifikat, mit dem das Ambulante Reha-Zentrum einen weiteren Meilenstein in der Qualitätsentwicklung gesetzt hat. Das QReha plus-Verfahren ist ein von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) anerkanntes Qualitätsmanagementverfahren und erfüllt damit auch die Vorgaben des Sozialgesetzbuches. Eine wichtige Rolle spielte im Rahmen der Zertifizierung die Frage, wie stark und in welcher Form der Patient in die Therapie mit einbezogen wird. „Bei der erfolgreichen Zertifizierung hat es sich für uns ausgezahlt, dass wir bei Planung und Durchführung der individuellen Therapien schon immer großen Wert auf die enge Einbindung der Patienten sowie aller in der Reha arbeitenden Fachbereiche legen“, so Siebert.