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High-Tech-Produktionsstätte zur Herstellung von Medikamenten

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Die Krankenhausapotheke am Ortenau Klinikum Offenburg-Gengenbach erfüllt hohe Anforderungen an Sicherheit und Qualität/ High-Tech zum Nutzen der Patientenversorgung

Bild: Rainer Fiehn, Leiter Zentralapotheke am Ortenau Klinikum Offenburg-Gengenbach, und Silke Wehrle, verantwortliche Apothekerin.

Rainer Fiehn, Leiter Zentralapotheke am Ortenau Klinikum Offenburg-Gengenbach, und Silke Wehrle, verantwortliche Apothekerin. © Ortenau Klinikum

Bild: Personal bei der Dokumentation im Vorbereitungsraum.

Personal bei der Dokumentation im Vorbereitungsraum. © Ortenau Klinikum

Bild: Personal in Schutzkleidung beim Zubereiten unter der Sicherheitswerkbank.

Personal in Schutzkleidung beim Zubereiten unter der Sicherheitswerkbank. © Ortenau Klinikum

Bild: Zytostatikahaltige 24-Stunden-Infusionspumpe für ambulante Patienten.

Zytostatikahaltige 24-Stunden-Infusionspumpe für ambulante Patienten. © Ortenau Klinikum

Offenburg, 8. Juni 2017 – Mitte des vergangenen Jahres hat die Krankenhausapotheke am Ortenau Klinikum Offenburg-Gengenbach am Standort Ebertplatz einen Neubau in Betrieb genommen. Das Gebäude mit High-Tech-Ausstattung dient ausschließlich der Herstellung von patientenindividuellen Medikamenten. Vor allem hochwirksame Substanzen zur Behandlung von Krebserkrankungen, sogenannte Zytostatika, und Nährlösungen für Frühgeborene der neonatologischen Intensivstation werden hier von Mitarbeitern der Krankenhausapotheke hergestellt.

Nach knapp einem Jahr zieht Rainer Fiehn, Leiter der Zentralapotheke am Ortenau Klinikum Offenburg-Gengenbach, eine positive Zwischenbilanz. „Unsere neuen Räumlichkeiten erfüllen voll und ganz die sehr hohen Anforderungen bezüglich der Sicherheit und Genauigkeit der Herstellung dieser Medikamente. Unsere Zytostatikaabteilung produziert auf Industrieniveau und ist nach dem Standard „Good Manufacturing Practice“ die derzeit modernste Produktionsstätte dieser Art im Ortenaukreis.“

Mit ihrer hohen Kompetenz ist die Abteilung ein Behandlungspartner im Verbund des Onkologischen Zentrums Ortenau. Jährlich verlassen die Zentralapotheke rund 24.000 dosisindividuell angepasste Zytostatika. Mit ihnen werden sowohl stationär als auch ambulant behandelte Krebspatienten des Ortenau Klinikums sowie weiterer Einrichtungen im Ortenaukreis versorgt.

Die Produktion der speziellen Lösungen erfolgt durch ein hoch qualifiziertes, geschultes Fachpersonal aus Apothekern und Pharmazeutisch-technischen Assistenten. In der Regel haben sie für die Arbeit in der Zytostatikaabteilung eine zusätzliche Schulung von mehreren Monaten durchlaufen. Da Zytostatika als hochwirksame Substanzen der Gefahrstoffverordnung unterliegen, sind bei ihrer Handhabung besondere Kenntnisse und Fähigkeiten gefragt.

Auch an die Räumlichkeiten werden besondere technische Anforderungen gestellt. So arbeitet das Personal an sogenannten Sicherheitswerkbänken. „Wir müssen die absolute Keimfreiheit der hergestellten Produkte gewährleisten“ betont Stefanie Hauser, Fachapothekerin für Klinische Pharmazie. Deshalb wird die Luftqualität in den Räumen ständig überwacht. Luftfeuchtigkeit, Druck und Raumtemperatur sowie die Partikeldichte in der Luft werden regelmäßig gemessen. „Da der Mensch Hauptträger von Keimen ist, können die Räume nur über Schleusen mit Stufen verschiedener Luftqualität betreten werden“, berichtet Apothekerin Silke Wehrle. Dabei werde auf jedes Detail geachtet, um das Einschleppen von Keimen zu verhindern: Die Art der Kleidung, die Reihenfolge des Anziehens, das aufwendige Desinfektionsverfahren sowie die gründliche Händedesinfektion.

Sicherheit und Qualität spielen ebenfalls bei der Arbeitsweise des Personals eine entscheidende Rolle. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten ausschließlich nach dem Vier-Augen-Prinzip. Jeder Arbeitsschritt wird akribisch protokolliert und die Arbeitsergebnisse anhand festgelegter EDV-unterstützter Schemata auf ihre Richtigkeit überprüft.

„Alle diese Maßnahmen dienen vor allem einem Ziel. Auf die einwandfreie Qualität der hergestellten Arzneimittel legen wir höchsten Wert“, so Fiehn. Um diese Qualität nachhaltig zu sichern, ist die Zentralapotheke seit 2008 nach DIN ISO 9001:2008 zertifiziert. Jährliche externe Überwachungsaudits bestätigen die Qualität dieser Dienstleistung. Darüber hinaus führen die Aufsichtsbehörden wie etwa das Regierungspräsidium Freiburg regelmäßig Inspektionen durch. Auch der Neubau der Zytostatikaabteilung wurde durch die Behörde begutachtet und freigegeben. “Damit sind wir in der Lage, den hohen Qualitätsansprüchen, die an die Therapie schwerkranker Patienten gestellt werden, auch zukünftig gerecht zu werden“, so Fiehn.

 

Pressekontakt:
Rainer Fiehn, Leiter Zentralapotheke am Ortenau Klinikum Offenburg-Gengenbach, Telefon: 0781 472 8001