×

Gengenbach: 07803 89-0
OG Ebertplatz: 0781 472-0
OG St. Josefsklinik: 0781 472-0

Aktuelles und Termine | Aktuelle Mitteilungen und Veranstaltungstermine im Überblick | Archiv Archivierte Mitteilung

Darmkrebsmonat März: Ortenau Klinikum informiert

Mitteilung Lahr-Ettenheim Mitteilung Offenburg-Gengenbach

Ärzte raten zur Früherkennung/ Große Fortschritte bei chirurgischer Therapie/ Themenabend am 19. März im Ortenau Klinikum in Offenburg, St. Josefsklinik

Darmkrebs ist in Deutschland bei Männern und Frauen die zweithäufigste Krebserkrankung. Rund 80.000 Deutsche erkranken jährlich am Darmkrebs. Wird Darmkrebs früh erkannt, ist die Erkrankung gut behandelbar. Mediziner raten deshalb unbedingt die Angebote zu Früherkennung zu nutzen.
 
„Vor allem in der Ortenau ist die Früherkennung auf Darmkrebs besonders wichtig“, betont Prof. Dr. Pohlen, Leiter des Darmzentrums Standort Offenburg und Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie am Ortenau Klinikum in Offenburg. Denn die Ortenau liege mit rund 110 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Jahr über dem Bundesdurchschnitt. Die Ursache dafür sei bisher nicht bekannt.
 
„Ab dem 50. Lebensjahr sollte jeder Patient zur Darmkrebsfrüherkennung gehen“, so Prof. Dr. Uwe Pohlen. Wenn etwa bei Stuhlproben Blut nachweisen werde, sollte umgehend eine Dickdarmspiegelung erfolgen. Ab dem 55. Lebensjahr stehe jedem eine vollständige End- und Dickdarmspiegelung zu. „Die Darmspiegelung ist nach wie vor der „Goldstandard“. Dabei kann zum einen der End- und Dickdarm beurteilt werden und gegebenenfalls in gleicher Sitzung Krebsvorstufen abgetragen werden“, so Prof. Dr. Uwe Pohlen.
 
Ist die Erkrankung bereits fortgeschritten, muss der Krebs zumeist mit einem chirurgischen Eingriff behandelt werden. Dazu stehen an der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie am Ortenau Klinikum in Offenburg verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.
 
So kann ein Großteil der Patienten beispielsweise minimal invasiv operiert werden. Dabei wird der Darmkrebs mit der „Schlüsellochmethode“ entfernt. Die Operation verursacht keine größeren Wunden und der Patient ist wieder schneller auf den Beinen. Auch eventuell vorhandene Tumorabsiedlungen in der Leber kann der Chirurg gleich mit dem Darmeingriff oder auch nach einer Chemotherapie entfernen. Ein endgültiger künstlicher Darmausgang ist heute nur noch ganz selten notwendig. „Insgesamt hat die chirurgische Therapie des Darmkrebses auch bei weit fortgeschrittenen Befunden riesige Fortschritte gemacht“, betont Prof. Dr. Uwe Pohlen.
 
Seine Fachklinik ist Teil des Darmzentrums Ortenau, das im Oktober 2008 erstmals die Auszeichnung "Darmzentrum mit Empfehlung der Deutschen Krebsgesellschaft e.V." durch die Zertifizierungsstelle OnkoZert erhielt. Das Darmzentrum Ortenau ist ein Zusammenschluss aller an Diagnose und Behandlung des Darmkrebses beteiligten Einrichtungen des Ortenau Klinikums Lahr-Ettenheim, des Ortenau Klinikums Offenburg-Gengenbach, der Medizinischen Versorgungszentren Ortenau in Lahr und in Offenburg (Ebertplatz und St. Josefsklinik) sowie der Onkologischen Schwerpunktpraxis Offenburg. Ziel ist die Versorgung der Patienten auf der Basis des neuesten klinischen und wissenschaftlichen Wissens mit interdisziplinären Behandlungskonzepten.
 
Themenabend Darmkrebs
Über die Vorsorge und Therapiemöglichkeiten bei Darmkrebs informiert das Onkologische Zentrum Ortenau im Rahmen seiner Reihe „Leben Krebs Leben“ am Donnerstag, den 19. März um 18 Uhr im Ortenau Klinikum in Offenburg, St. Josefsklinik mit einem umfassenden Themenabend. Auf dem Programm stehen die Vorträge „Darmkrebs: Vorsorge kann Leben retten“ von Dr. Mathias Hofstetter, Oberarzt der Gastroenterologie am Ortenau Klinikum in Offenburg, „Chirurgische Therapie des kolorektalen Karzinoms“ von Prof. Dr. Uwe Pohlen, Leiter des Darmzentrums Standort Offenburg und Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirugie am Ortenau Klinikum in Offenburg, sowie „Onkologische Therapie nach Darmkrebsoperation, Chemotherapie: Ja oder Nein!“ von Dr. Bernhard Linz, vom Ambulanten Therapiezentrum für Hämatologie und Onkologie in Offenburg. Auch die Deutsche ILCO e.V. Selbsthilfe Stoma/ Selbsthilfe Darmkrebs, Gruppe Offenburg, beteiligt sich an dem Themenabend. „Wir möchten Erfahrungen austauschen und ganz praktische Unterstützung bieten“, so Gerda Rosewich von der ILCO-Gruppe Offenburg, die mit weiteren Vertretern der Selbsthilfegruppe an einem Infostand Fragen beantwortet und für Gespräche zur Verfügung steht. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.