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Ausländische Ärzte lernen an der Augenklinik in Offenburg

Mitteilung Offenburg-Gengenbach

Klinik hat Vorreiterrolle mit spezieller Operationstechnik bei Hornhaut-Erkrankungen

Foto (v.l.n.r.) Dr. Mohamed Bahgat, Dr. Gregory Moloney, Privatdozent Dr. Konrad. Hille und Dr. Shannon Webber in der Augenklinik des Ortenau Klinikums in Offenburg, Standort St. Josefsklinik.

(v.l.n.r.) Dr. Mohamed Bahgat, Dr. Gregory Moloney, Privatdozent Dr. Konrad. Hille und Dr. Shannon Webber in der Augenklinik des Ortenau Klinikums in Offenburg, Standort St. Josefsklinik. © Ortenau Klinikum

Offenburg, 7. Juni 2016 – Besuch von der gegenüberliegenden Seite der Erde hat die Augenklinik am Ortenau Klinikum in Offenburg in der Zeit vom 1. bis 4. Juni erhalten. Zwei Augenärzte aus Australien sowie ein weiterer ägyptischer Kollege waren in Offenburg zu Gast, um eine spezielle Operationstechnik, die sogenannte Keratoprothesen Einpflanzung, zu erlernen.

Die beiden australischen Ärzte, Dr. Gregory Moloney vom Sydney Eye Hospital und Assistant-Professor der Sydney Universität sowie Dr. Shannon Webber vom Gold Coast University Hospital, leiten ein offizielles Projekt zur Einführung der Osteo-Odonto-Keratoprothese in Australien, die dort bisher noch nicht durchgeführt wurde. Dr. Mohamed Bahgat von der Alexandria Universität in Ägypten, hatte bereits Erfahrung mit dieser Technik, die er anlässlich seines Besuchs in Offenburg vertiefen konnte.

„Während ihres Aufenthalts assistierten die ausländischen Kollegen bei fünf Operationen an fünf Patienten mit einer solchen künstlichen Hornhaut“, berichtet Privatdozent Dr. Konrad Hille, Chefarzt der Augenklinik am Ortenau Klinikum in Offenburg. Auch einige bereits operierte Patienten konnte Dr. Hille seinen Kollegen vorstellen. „Bei dieser Gelegenheit hatten wir einen intensiven und interessanten wissenschaftlichen Austausch.“
 
Bei der Osteo-Odonto-Keratoprothese handelt es sich um einen operativen Eingriff bei Patienten, die an einer Erkrankung der Hornhaut erblindet sind und aus verschiedenen Gründen nicht durch eine Hornhautverpflanzung behandelt werden können. Mittels der eigenen Zahnwurzel und dem Kieferknochen des Patienten wird ein optischer Zylinder dauerhaft in der eingetrübten Hornhaut fixiert, so dass die Patienten, die oft viele Jahre blind gewesen sind, durch diesen Zylinder wieder sehen können. Dr. Hille konnte den Kollegen auch einen Patienten vorstellen, den er bereits vor 20 Jahren mit dieser Technik erfolgreich in Homburg operiert hat. In Deutschland wurden diese Eingriffe bis vor kurzem nur in Offenburg durch Chefarzt Dr. Hille durchgeführt. Vor wenigen Jahren konnte mit seiner Hilfe diese Technik auch an der Universitäts-Augenklinik in Düsseldorf etabliert werden.