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Verwaltungsdirektor Halsinger: „Klinik bekommt viel Lob und Anregungen“

Vertreter des Dekanats Offenburg-Kinzigtal informieren sich bei einer Betriebsbesichtigung im Ortenau Klinikum in Offenburg über die Situation der Pflege und ein nachhaltiges Gesundheitsmanagement für die Klinikmitarbeiter.

Die Besuchergruppe des Dekanats Offenburg-Kinzigtal mit Vertretern des Ortenau Klinikums Offenburg-Gengenbach vor dem Standort Ebertplatz: (1. Reihe 6. v.l.) Dekan Matthias Bürkle, dann Stellv. Pflegedirektorin Eva Müller, Pflegedirektor Markus Bossong, Personaldirektorin Carina Heitmann und Patientenfürsprecherin Ingrid Fuchs. © Ortenau Klinikum

Eine Gruppe von Pfarrern, Vikaren, Diakonen und Patoralreferenten des Dekanats Offenburg-Kinzigtal hat am Dienstag das Ortenau Klinikum in Offenburg besucht. Unter der Leitung von Dekan Matthias Bürkle und Franz Feger, Referent für Arbeitnehmerseelsorge, nahmen rund 30 Kirchenvertreter an dem Besuch teil.

Begrüßt wurde die Gruppe von Verwaltungsdirektor Mathias Halsinger und Pflegedirektor Markus Bossong. Beide bedankten Sich für das Interesse, dass die Kirchenvertreter dem Ortenau Klinikum Offenburg-Gengenbach entgegenbrachten. Der Besuch sei eine gute Gelegenheit, neben den bereits engen Kontakten beispielsweise durch die Klinikseelsorge, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Um unmittelbar einen Eindruck von der Klinik und der Arbeit insbesondere des Pflegepersonals zu erhalten, begaben sich die Kirchenvertreter anschließend in Kleingruppen auf verschiedenen Stationen und Bereichen der Klinik wie beispielsweise die unfallchirurgische Station, die Entbindungsstation, die Notaufnahme sowie den extra gestalteten Abschiedsraum, der Angehörigen die Möglichkeit bietet, sich von verstorbenen Familienmitgliedern in würdiger Form zu verabschieden. Auch zwei aktuelle Filme, die über das Engagement des Ortenau Klinikums in Offenburg zu den Themen „Ethik der Pflege“ und „Achtsamkeit in der Pflege“ informierten, stimmten die Besucher auf das Klinikum ein.

Bei einer anschließenden Gesprächsrunde erkundigte sich Dekan Bürkle nach den Auswirkungen des Fachkräftemangels auf die Arbeit in der Klinik. Pflegedirektor Markus Bossong und Personalratsvorsitzender Michael Armbruster  bestätigten, dass der bundesweite Fachkräftemangel in der Pflege, wie auch im ärztlichen Bereich, auch in der Ortenau angekommen sei. Das Ortenau Klinikum in Offenburg bemühe sich sehr aktiv um einen Ausgleich, etwa durch effiziente Organisation, das Einrichten sogenannter Springerdienste und flexible Arbeitszeiten. Auch habe das Ortenau Klinikum in Offenburg bereits seit 2013 gegengesteuert und nehme bundesweit bei der Anwerbung ausländischer Pflegekräfte etwa aus Spanien, Ungarn und den Philippinen eine Vorreiterrolle ein.

„Die Pflege hat ein sehr gutes Image“, so Bossong. Auch die Perspektiven und Aufstiegschancen seien sehr gut. Dennoch würden sich immer weniger junge Menschen für diesen Beruf entscheiden. Gemeinsam mit Carina Heitmann, Personaldirektorin des Ortenau Klinikums, appellierte Bossong an die Kirchenvertreter, in ihrer Jugendarbeit für die Pflegeberufe zu werben. „Wir bilden an unseren drei hervorragenden Bildungszentren selbst unseren Pflegenachwuchs aus“, so Heitmann. Außerdem biete der Klinikverbund mit einer eigenen Fortbildungsakademie zahlreiche Möglichkeiten für die innerbetriebliche Aus-und Weiterbildung. Auch für die Gesundheit der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagiere sich das Ortenau Klinikum mit einem umfangreichen Gesundheitsmanagement, zu dem auch Angebote wie Meditation und Achtsamkeitsübungen zählten.

Auf Interesse der Besucher stieß zudem die Arbeit der Patientenbeauftragten Ingrid Fuchs. Die seit 2013 ehrenamtlich für die Klinik tätige ehemalige Pflegedienstleiterin sucht im Fall einer Beschwerde den direkten Kontakt mit den Patienten. Ihre Aufgabe versteht sie als Vermittlerin zwischen Patienten, der Klinik und den Angehörigen. „Viele Missverständnisse und auch manche Konflikte können im Gespräch gelöst werden“, berichtete Fuchs. Mathias Halsinger bestätigte den kurzen Bericht der Patientenbeauftragten. „Ich freue mich ganz besonders, dass das Ortenau Klinikum Offenburg-Gengenbach 2017 erstmals mehr Lob und Anregungen als Kritik erhalten hat“, betonte der Verwaltungsdirektor mit dem Hinweis auf Zahlen des Beschwerdemanagements. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten daran ihren Anteil, vor allem auch die Patientenbeauftragte, so Halsinger.