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Ausstellung zur Krankenhaushygiene am Ortenau Klinikum in Offenburg

Ortenau Klinikum beteiligt sich an landesweiter Aktion „Keine Keime“

Dr. Andreas Schröder, Oberarzt des Zentralen Hygienemanagements am Ortenau Klinikum, mit Teilen der Wanderausstellung „Keine Keime“. ©Ortenau Klinikum

Offenburg, 28. Juni 2017 – Das Ortenau Klinikum Offenburg-Gengenbach zeigt ab dem 3. Juli an seinem Standort St. Josefsklinik in Offenburg eine Ausstellung zum Thema Krankenhaushygiene. Mit der Ausstellung im Bereich des Haupteinganges in der Weingartenstraße 70 beteiligt sich das Ortenau Klinikum an der landesweiten Aktion „Keine Keime“, mit der die Öffentlichkeit für das Thema Krankenhaushygiene und wichtige Hygiene-Maßnahmen sensibilisiert werden soll.

„Als großer Klinikverbund ist es uns ein großes Anliegen, in der Diskussion um Hygiene und Infektionsvermeidung für Transparenz zu sorgen“, betont Ortenau Klinikum-Geschäftsführer Christian Keller. Bis Ende Juli können sich nun Patienten, Besucher sowie Interessierte am Klinikstandort St. Josefsklinik ganztags anhand von Rollups, Plakaten sowie Patientenbroschüren umfassend zur Krankenhaushygiene informieren.

Die Ausstellung zeigt die Entwicklung der Infektiologie und die Fortschritte in diesem Bereich auf. Gleichzeitig informiert sie über die Bedeutung von Antibiotika bei der Behandlung von Keimen und Erregern. „Was den Einsatz von Antibiotika angeht, sind wir am Ortenau Klinikum sehr vorsichtig“, erläutert Dr. Andreas Christian Schröder, Oberarzt des Zentralen Hygienemanagements am Ortenau Klinikum. Der Grund: Bakterien sind fähig, sich ihrer Umgebung gut anzupassen und Resistenzen gegen eine Vielzahl an Antibiotika zu bilden. Genau das kann insbesondere in Krankenhäusern in Form von multiresistenten Bakterien zum Problem werden.

Dies ist eines der Themen, auf das die Organisatoren verstärkt aufmerksam machen möchten. Federführend zuständig für die Aktion am Ortenau Klinikum ist Dr. Schröder. „Im Krankenhaus herrschen besondere Bedingungen, denn kranke Menschen oder frisch operierte Patienten sind anfälliger für Infektionen, die im Zuge eines Aufenthalts oder einer Behandlung auftreten können“, erklärt er. Deshalb sei für die Mitarbeiter des Klinikums die Hygiene nicht nur ein zentraler Bestandteil aller Tätigkeiten, sondern auch Inhalt regelmäßiger Schulungen.

Doch nicht jeder Keim muss gleich ein Krankmacher sein. Der Mensch lebt mit Bakterien auch in einer so genannten Symbiose, einer Zweckgemeinschaft: Die Beteiligten profitieren voneinander. So helfen Bakterien im Darm bei der Verdauung oder schützen die Haut. Problematisch werden sie dann, wenn sie dorthin geraten, wo sie nicht hingehören. „Und genau dies wird mit den geeigneten Hygienemaßnahmen vermieden“, so Dr. Schröder.